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Archiv 2021

Erfolgsserie der beiden Routiniers setzt sich fort

Nach dem 3. Platz beim Ravenol 1h Rennen in der Slovakei holen sich Werner Panhauser und Gerhard Flenreiss den Klassensieg in Kroatien.

Der Porsche 911 GT 3, der die beiden bereits am Slovakiaring auf das Podium getragen hatte, konnte gerade mal 3 Wochen auskühlen, dann ging es bereits ins glühend heiss aufgeheizte Autodrom in Grobnik nahe Rijeka. Die traditionsreiche Strecke war bis in die späten 90 er Jahre noch Austragungsort für die Motorrad WM, heute ist der mit vielen Kurven und Senken in die Landschaft modellierte Kurs auch regelmässig Austragungsort grösserer Rennen für Automobile.

Die beiden Teamkollegen hatten keinerlei Erfahrungen mit diesem Rundkurs, auf die sie zurückgreifen hätten können. So nützte man den Freitag als Testtag. "Ich bin 3 mal 30 Minuten im Auto gewesen" und die Rundenzeiten sind von 1:43 Richtung 1:36 gepurzelt" so Panhauser. Am Samstag morgen stand dann das Qualifying am Programm, 24 Kontrahenten ritterten um die beste Startpostion, Panhauser stellte den 400 PS Boliden mit 1:35,16 auf Startplatz 10.

Panhauser Porsche 19.6.2021

Am späten Nachmittag dann Start zum grossen Ravenol 1 h Rennen. Wieder waren es diverse Ferrari, Audi R8, KTM X Bow und BMW M3, die sich in die abschüssige erste Kurve stürzten. Panhauser, der den Start fuhr, konnte in der ersten Runde zwei Kontrahenten überholen, mit nachlassenden Reifen übergab er auf Rang 9 an Gerhard Flenreiss. In einem packenden Duell mit dem einzigen Seat Leon TCR, der sich kurz vorbeigeschoben hatte, konnte Gerhard Flenreiss den spanischen Piloten niederringen.

Panhauser Porsche 19.6.2021

So sah das Team die schwarz/weiss-karierte Flagge auf Position 9 im Gesamtklassement und kam als Klassensieger der Kategorie über 3000 ccm ins Ziel. "Unser erster Sieg in dieser Fahrerpaarung, das starke Fahrerfeld und die Temperaturen haben uns alles abverlangt, wir sind megahappy!" meinte Werner Panhauser im Ziel.

Fotos: Peter Tomschi, alle Rechte bei Werner Panhauser, zur Verwendung frei

 


Beim ersten Porsche-Einsatz aufs Podium gefahren

Pandemiebedingt muss sich mancher Motorsportler neue Herausforderungen suchen, um seinen Sport ausüben zu können. So auch der Ex-Rallycross-Staatsmeister Werner Panhauser, der sich erstmals am Steuer eines GT 3 Tourenwagens versuchte.

Porsche Panhauser 30.4.2021

"Der Terminkalender im Rallycross ändert sich leider im Stundentakt, bei den Titans wurde gerade alles abgesagt, da muss man offen sein für neue Herausforderungen". Gerhard Flenreiss, der Besitzer und Einsatzfahrer des Porsche 911 GT3 hatte sich im Vorfeld des Ravenol Stundenrennens am Solvakiaring nahe Bratislava nach einem erfahrenen Co-Driver umgesehen. Panhauser, der 2018 Le Mans bei den historischen Tourenwagen den 3. Platz ins Ziel gebracht hatte, traute sich den Einsatz auf dem fast 400 PS starken Porsche zu.

Werner Panhauser fand sich bereits am Freitag morgen sehr schnell zurecht und sorgte für manch hochgezogene Augenbraue, als er bereits im 2. Training schnellere Zeiten als der Stammfahrer auf den Asphalt knallte und auch für die schnellste Qualizeit für die Startaufstellung im Team sorgte.

Porsche Panhauser 30.4.2021  Porsche Panhauser 30.4.2021

In dem 31 Wagen starken Feld, wohlgefüllt mit vielen Porsche 911 GT 3, dem flammneuen KTM XBOW GTX, einigen KTM GT 4, sowie Ferrari, Alpina BMW und einer Armada von BMW M3, wurde fliegend gestartet. Ausgehend von Startposition 21 stürzte sich Panhauser ins High Speed Geschehen. Während sich vor der ersten Kurve die Mehrheit der Protagonisten links einsortierte, und es zu mancher unsanften Berührung kommen sollte, hielt sich Panhauser eher innen und konnte bereits in den beiden ersten Kurven zwei Kontrahenten überholen. Die nächsten 30 Minuten waren geprägt von Positionskämpfen und konstanten Rundenzeiten von 2:22. Panhauser übergab den "weissen Hai" nach 30 Minuten auf Rang 17 an seinen Teamkollegen Gerhard Flenreiss.

Die 2. Rennhälfte bewies wieder einmal "if you want to finish first, you have to finish first". Technische Defekte, viele Dreher, und ein High Speed Ausrutscher ins Kiesbett von Corvette-Fahrer Markus Bereuter prägten die 2. Rennhälfte. Das neu formierte Team hingegen konnte den Sack zumachen. Gerhard Flenreiss brachte den Porsche am 3. Rang in der Klasse bis 4000 ccm und am 14 Rang gesamt ins Ziel.

Porsche Panhauser 30.4.2021

"Der Speed passt, nix kaputtgemacht und am Siegertreppchen, was will man mehr" so das Fazit eines überglücklichen Werner Panhauser, "eventuell gibt es eine Wiederholung beim Lauf in Rijeka im JUNI".

Bilder: Alle Werner Panhauser, zur Verfügung gestellt