RRC 13 - RECENT RACING CLUB

Rallycross

Rallycross-ÖM-Finale, 9./10.Oktober 2010

Nichts für schwache Nerven

Man merkte den fast 70 Teilnehmern des Rallycross-Saisonfinales am Nordring die Nervosität an. Viele Titel waren noch nicht fix vergeben, somit waren die Rennen teilweise durch Taktik aber auch Fahren mit der Brechstange gekennzeichnet. Bei besten äußeren Bedingungen genossen die Zuschauer spannende, mitunter beinhart geführte Positionskämpfe.

Für Alois Höller (Ford Focus) verlief das Rennwochenende in Fuglau nahezu perfekt. Der Division 1 Pilot konnte im Waldviertel den österreichischen Staatsmeistertitel, den FIA Zonenmeistertitel sowie den Gesamtsieg in der polnischen Meisterschaft an Land ziehen. Wenn der Mühlviertler im A-Finale noch Zweiter geworden wäre, denn hätte er sogar noch tschechischer Meister werden können. Doch vom vierten Startplatz aus ins alles entscheidende Rennen gehend, war dies ein schwieriges Unterfangen. Bis kurz vor Rennende lag Höller auf dem dritten Platz und machte schon großen Druck auf den Zweitplatzierten, doch kurz vor dem Fallen der Zielflagge brach ein Querlenker und er büßte noch einen Rang ein. Dennoch freute sich Höller über den vierten Tagesplatz und über die errungenen Meistertitel. Seine mittlerweile schon stattliche Trophäensammlung wurde an diesem Wochenende gleich um weitere drei Titel vergrößert. In Fuglau gab es einen tschechischen Doppelsieg durch Marek Zeman (Ford Fiesta) und Pavel Koutny (Subaru Impreza). Der Ungar Tamas Karai (Skoda Fabia) vervollständigte das Siegerpodest. In der Division 1A belegten unsere nördlichen Nachbarn alle Stockerlplätze. Der einzige fürs A-Finale qualifizierte Österreicher konnte an diesem leider nicht mehr teilnehmen. Ein Differenzialschaden an seinem Peugeot 206 zwang Peter Freinberger zum Zuschauen. Der Tscheche Petr Bilek holte nicht nur den Tagessieg, sondern krönte sich zeitgleich auch zum österreichischen Meister in dieser Kategorie.

Der Niederösterreicher Christian Kopetzky (Peugeot 306) musste sich am Nordring zwar dem Polen Lukasz Zoll geschlagen geben, doch der zweite Platz im Rennen reichte ihm zum OSK-Pokalsieg in der Division 2. In der heiß umkämpfte Division 4 waren nicht weniger als 34 Teilnehmer am Start, die um die 20 Finalplätze fighteten. Die Siegesserie des Tschechen Roman Castoral fand auch zum Saisonfinale eine Fortsetzung. Er gewann vor seinem Landsmann Tomas Hurt und dem besten Österreicher Klaus Freudenthaler (Seat Ibiza).

In der kleinsten Hubraumklasse dieser Division gab Rainer Kaindl (Honda Civic) eindeutig den Ton an und schaffte als Gesamtvierter ein nahezu sensationelles Ergebnis. Einen Husarenritt legte Michael Stoklassa (BMW 325i) hin. Er gewann das D-Finale, danach auch noch das C-Finale und im B-Finale durfte er sich letztlich als Sieger in der großen Hubraumklasse feiern lassen.

Text: Christian Wurzer, CTV

⇒ Ergebnisse vom RX-Saisonfinale 2010
 

Der wohl spannendste Motorsport unter der Sonne, nämlich Rallycross, wurde vom RRC13 im 1973 von England nach Österreich importiert. Diese Sportart brachte in den Folgejahren für die Aktiven große internationale Erfolge nach Österreich, EM Titel und Siege in ganz Europa verhalfen zu enormer Popularität. Namen wie Andi Bentza, Franz Wurz, Herbert Grünsteidl oder Walter Mayer sind auch heute noch unvergessen. Der RRC13 war also Wegbereiter einer neuen Motorsportart in Österreich. Eine Vielzahl an Europameisterschaftsläufen wurde von diesem traditionsreichen Club veranstaltet. Bis heute werden Rallycross-Staatsmeisterschaftsrennen vom RRC13 auf dem Nordring in Fuglau bei Horn organisiert und durchgeführt.
Siehe dazu auch ⇒ Clubgeschichte!